Elder Scrolls Wiki
Elder Scrolls Wiki

Akatosh

Die Ära der Dämmerung (auch Anbeginn der Zeit[1] oder Zeiten des Chaos[2]) ist in der Zeitrechnung Aurbis' die erste bekannte Ära. Über sie existieren zahlreiche Legenden und Mythen, gesicherte Fakten sind jedoch kaum bis gar nicht bekannt.[3][4]

Hinweis: In den Überlieferungen existiert zu diesem Zeitpunkt noch kein verbindliches Konzept von Zeit. Ereignisse sind daher nicht zwingend linear einzuordnen und erscheinen je nach Tradition zyklisch, parallel oder als mythische Gleichzeitigkeit.

Folgende wiederkehrende Motive sind in den meisten Überlieferungen zu finden:

Weit verbreitet ist außerdem die Erzählung eines Götterkonvents am Turm Ada-Mantia auf der Insel Balfiera, bei dem physische, temporale, spirituelle und magische Parameter Nirns gesetzt worden sein sollen.[3][4]

Bei den Elfen markiert der Fortgang von Magnus und der Exodus der Götter die Stabilisierung des Kosmos und den Beginn "linearer" Geschichte in MÄ 2500.[3]

Überlieferungen[]

Objektive Fakten liegen nicht vor. Die folgenden Abschnitte fassen die wichtigsten religiösen Überlieferungen zusammen.

Ayleïdische Überlieferung[]

Nach der Anuade schritten Anu und Padomay durch die Leere und durch das Wechselspiel von Licht und Dunkel trat Nir hervor. Sie neigte sich Anu zu, was Padomay in Bitterkeit zurückweichen ließ. Als Padomay später zurückkehrte und abgewiesen wurde, kam es zum Kampf. Nir gebar die Schöpfung und starb an ihren Wunden, Anu zog sich trauernd in die Sonne zurück.

Auf den zwölf Welten der Schöpfung gedieh das Leben. Padomay kehrte in die Zeit zurück, zerstörte in seinem Hass die zwölf Planeten und rang abermals mit Anu. Aus den Bruchstücken formte Anu Nirn, doch Padomay stieß ihm sein Schwert ins Herz. Beide wurden schließlich jenseits der Zeit verbannt. Aus Padomays Blut gingen die Daedra hervor, aus Anus Blut die Sterne, und aus ihrem vermischten Blut die Aedra.

Die einzigen Überlebenden der ursprünglichen Welten waren Ehlnofey und Hist. Nirn war zunächst Festland mit vereinzelten Meeren, ohne Ozeane. Ein nahezu intakter Rest der Welt der Ehlnofey wurde zum Hort der Alt-Ehlnofey. Die übrigen wurden verstreut und wanderten umher.

Als die Wandernden das verborgene Land fanden, entbrannte ein Krieg, der Nirns Antlitz neu formte: Große Landmassen sanken, Ozeane entstanden, und die heutigen Inselkontinente traten hervor – Tamriel, Akavir, Atmora und Yokuda. Tamriel fiel den Alt-Ehlnofey zu. Die Überlebenden der Wanderer wurden auf die übrigen Länder verstreut.

Aus den Ehlnofey Tamriels gingen die Mer hervor: Dwemer, Chimer (später Dunmer), Bosmer und Aldmer. Aus den Wandernden auf den anderen Kontinenten wurden die Menschen: die Nord von Atmora, die Rothwardonen von Yokuda und die Tsaesci von Akavir. Die Hist blieben Zuschauer, doch ihr Reich wurde im Krieg weitgehend vernichtet. Nur Schwarzmarsch bestand in Resten fort.[5]

Altmerische Überlieferung[]

In der altmerischen Lehre schaffte Anu zur Selbsterkenntnis Anui-El, die Seele aller Dinge. Aus der notwendigen Begrenzung dieser Reflexion entstand Sithis. Als Anu Auri-El hervorbrachte, durchströmte die Zeit die Aurbis und verlieh den Aspekten – unter ihnen Magnus, Mara und Xen – Namen und Form.

Lorkhan, "mehr Beschränkung als Wesen", pflanzte in jeden Aspekt die Idee einer Welt der Begrenzung, gewann so Verbündete und lockte selbst Auri-El mit der Aussicht auf eine Königswürde. So entstand Mundus, und die Helfer wurden zu et'Ada – doch aus altmerischer Sicht war es eine List, denn Mundus gehörte dem Haus Sithis. Viele et'Ada vergingen an den Grenzen, Magnus entkam und entzog damit einen Teil der Magie den Beschränkungen, Y'ffre wurde zum Erdknochen und hielt die Welt zusammen, während andere Sterblichkeit annahmen und schwächer wurden, bis schließlich die Aldmer hervortraten.

Lorkhan sammelte die schwächsten Seelen und nannte sie Menschen; sie trugen den Wandel Sithis' in die Welt. Auri-El schützte die Seinen, doch Altmora ging an die Menschen verloren. Schließlich schlug Trinimac Lorkhan, griff nach seinem Herzen und riss es heraus. Als es sich als unzerstörbares "Herz der Welt" erklärte, band Auri-El es an einen Pfeil und schickte es weit hinaus über das Meer, damit keine Erscheinung der neuen Welt es je erreichte.[7]

Nordische Überlieferung[]

Im Pantheon von Himmelsrand erscheint der Gott der Zeit als Alduin, der die Welt erschuf, indem er die vergangene verzehrte und so die gegenwärtige möglich machte. Aus diesen Mythen rührt der Beiname Weltenfresser: ein grausamer, verheerender Feuersturm, der die letzte Welt zerstörte, bevor diese entstand.[9]

Yokudanische Überlieferung[]

In den Liedern der Yokuda liegt am Anfang Satak, die Erste Schlange, die alles füllt. Aus ihrem Inneren meldete sich Akel, der hungrige Magen, der Erneuerung erzwang. Satak verschlang sich, häutete sich und setzte Welten frei – eine rohe, von Misslingen und Gewalt gezeichnete Zeit.

Als die Schlange sich in den Kopf biss und starb, blieb der Hunger und Satakal begann als ewiger Zyklus der Häutungen. Starke Geister lernten in "seltsamen Winkeln" zwischen den Häuten zu gehen und dem Strom zu entkommen. Ruptga, der Große Vater, hängte Sterne an den Himmel, damit sie den Weg weisen, und zeugte viele Kinder.

Um den Überfluss an Suchenden zu lenken, erschaffte er aus alten Häuten die Zweite Schlange Sep, die noch vom Hunger gezeichnet war. Sep rollte die Häute zu einer Kugel, versprach Bequemlichkeit und lockte die Geister näher – doch die Entfernung zu den Fernen Ufern wurde zu groß: Viele vergingen und wer bleiben vollte, musste neue Wege lernen oder durch seine Kinder fortdauern.

Ruptga verweigerte die Rückholung, erschlug Sep und aus dem toten Maul fiel der Hunger in die Welt. Seitdem kriecht Sep in toter Haut oder schwimmt als hungriges Nichts am Himmel und Neid, Entbehrung und Sterblichkeit begleiten das Dasein.[6]

Khajiitische Überlieferung[]

Zu Beginn stehen die Wurfgeschwister Ahnurr und Fadomai. Aus ihrem ersten Wurf stammten Alkosh, dem sie die Zeit schenkten, Khenarthi, die die Winde und den Himmel erhielt, Magrus, dessen Katzenauge zur Sonne wird; Mara, die Mutterkatze der Liebe und S'rendarr, der als Kümmerling die Gnade erhält. Im zweiten Wurf brachte Fadomai Hermorah, Hircine, Merrunz, Mafala, Sangiin und Sheggorath hervor.

Weil Khenarthi sich einsam fühlte, täuschte Fadomai Ahnurr und gebar erneut: die Monde samt Bahnen, Nirni mit Sanden und Wäldern sowie Azurah als Morgen- und Abendröte. Ahnurr schlug Fadomai, die in die Große Dunkelheit floh und Lorkhaj gebar; dessen Herz füllte sich mit der Finsternis, die nun Namiira heißt.

Sterbend verteilte Fadomai ihre letzten Gaben: Den Mondbanden verlieh sie Beständigkeit, damit Ahnurrs Zorn sie nicht erreichen konnte. Nirni schenkte sie große Fruchtbarkeit. Azurah vertraute sie ihre Geheimnisse an: Wenn Nirni voller Kinder ist, solle Azurah eines verändern und das schnellste, klügste und schönste Volk schaffen – die Khajiit. Diese müssen die besten Kletterer sein, um Khenarthis Atem zu erklimmen, wenn Masser und Secunda versagen; sie sollen täuschen können, um ihr Wesen vor Ahnurrs Kindern zu verbergen, und überleben, obwohl Nirni aus Neid Wüsten harsch und Wälder unerbittlich macht.

Später bat Nirni Lorkhaj um einen Ort für ihre Kinder. Lorkhaj schaffte ihn, verriet jedoch seine Geschwister und zwang sie mit Nirni dorthin. Viele entkamen und wurden zu Sternen, andere starben und stabilisierten Nirnis Weg. Die Überlebenden rissen Lorkhaj das Herz heraus, verbargen es in Nirni und verfluchten ihn viele Mondphasen unter Sterblichen zu wandeln.

Nirni vergab ihm. Sie füllte sich mit Kindern, klagte aber, dass die geliebten Waldleute ihre Form nicht kannten. Da sprach Azurah das Erste Geheimnis der Monde: Die Monde wichen, Azurah nahm die unentschiedenen Waldleute, setzte sie in die besten Wüsten und Wälder, gab ihnen viele Formen und nannte sie Khajiit. Sie lehrte das Zweite Geheimnis, band die Khajiit an die Mondbande und sprach das Dritte Geheimnis, sodass Mondlicht auf die Sümpfe fiel und zu Zucker wurde.

Y'ffer belauschte das Erste Geheimnis, verriet Azurah, und Nirni machte die Wüsten heiß und die Sande beißend, die Wälder nass und giftig. Sie erlaubte Y'ffer das Waldvolk zu ändern. Ohne Azurahs Feinsinn legte er ihre Gestalt fest: immer Elfen, niemals Tiere, die Bosmer – fortan nicht mehr vom selben Wurf wie die Khajiit. Mit seinem letzten Atem schrie Y'ffer das Erste Geheimnis in die Himmel, damit alle Kinder Fadomais die Mondbande überschreiten konnten. Azurah verschloss jedoch die Ohren des zornigen Ahnurr und des verschlagenen Lorkhaj, damit gerade sie es nicht hörten.[8]

Referenzen[]