Der beschworene Hircine
Hircine ist der daedrische Prinz der Jagd und gilt als Vater der Tiermenschen. Er regiert seine eigene Ebene im Reich des Vergessens, die Jagdgründe genannt wird.
Mythologie[]
Laut alten Khajiitlegenden verliebte sich Hircine, als die Welt noch jung war, in Nirni. Allerdings wurde sie auch von Y'ffre umworben und als er ihr zu Ehren die erste Blume wachsen ließ, entschied sich Nirni für Y'ffre. In Zorn und Trauer erschlug Hircine Y'ffres Champion, den Graht-Hirsch und trägt seitdem dessen Schädel als Trophäe auf seinem Haupt.
Später wird Y'ffre durch die Finsternis Namiras verdorben und Nirni kommt durch ihn zu Tode. Als Vergeltungsakt wird Y'ffre gemeinsam von Azura, Kynareth und Hircine erschlagen.
Hircine liebt die faire und gerechte Jagd. Die Beute muss immer eine Chance haben zu entkommen oder zurückzuschlagen. Manchmal richtet er selbst wettbewerbsartige Jagden aus, die auf Nirn oder in den Jagdgründen stattfinden. Oft treten hierfür mehrer Jäger gegen einander an bei dem Versuch die ausersehene Beute als erstes zu erlegen. Der ersten Person, die seinem Reich einst entkam, soll er als Belohnung eine Rüstung, die Haut des Erretters geschaffen haben, gemacht aus der Haut von seinem eigenen Rücken.
Lykanthropie[]
Ein Schrein von Hircine in Malabal Tor.
Hircine selbst hat den Sterblichen das „Geschenk der Lykanthropie“ gemacht. Er erfreut sich sehr an den oftmals unkontrollierten Ausbrüchen der Lykanthropen; wenn die Wildheit die Zivilisiertheit besiegt. Nach ihrem Tod kommen die Seelen der Werkreaturen in sein Reich in Oblivion, die Jagdgründe.
Bekannte Arten der Lykanthropen sind:
- Werfledermäuse, kommen vor allem in Valenwald vor
- Werbären, kommen vor allem in Himmelsrand, Nord-Cyrodiil, Nord-Hochfels, Nord-Morrowind und Solstheim vor
- Werwölfe, kommen überall in Tamriel vor
- Werhaie, unbekanntes Gebiet
- Wergeier, kommen vor allem in Valenwald vor
- Wereber, kommen vor allem in Hammerfall und Hochfels vor
- Werlöwen, kommen vor allem in Cyrodiil, Elsweyr und Schwarzmarsch vor
- Werkrokodile, kommen vor allem in Schwarzmarsch und Süd-Morrowind vor
Einige sehen ihren Segen als Fluch an, schämen sich und versuchen es zu verbergen. Auf diese Leute sieht Hircine herab. Manche aber begrüßen ihre Verwandlungen und suchen die Stärke, die sie bringen. Sie ehren Hircine mit ihren blutigen Jagden.
Aspekte[]
Hircine als großer Hirsch
Das Totem von Klauen und Fängen
Storihbegs Schädeltotem
Hircine verkörpert viele Aspekte der Jagd und der Jäger und kann sich als diese auf Nirn manifestieren.[1]
Das Volk des Reiks besteht darauf, dass es nur fünf dieser Aspekte gibt, während der Wyrd-Orden noch einen weiteren kennt.
Hirsch[]
Von den Reikmannen Uricanbeg genannt, ist der Hirschaspekt von Hircine sein prominentestes Symbol. Seine Huf trommeln, die Blutbeschwörung, die Beute bis in sein Reich locken kann. Das Totem des großen Hirschs ist die Trommel.
Manchmal kommt der Hirsch nach Nirn, um Sterbliche in Hirschkühe zu verwandeln, um sich dann mit ihnen zu paaren. Diese Nachkommen streifen, dann als große schwarze Hirsche mit roten Augen durch die Welt.
Bär[]
Was die Reikmannen Hrokkibeg nennen ist der Aspekt der Stärke, der mächtige Bär. Er betritt Nirn, um Ruhe und Einsamkeit von seinen Jagden zu finden und zerreißt jeden, der diese Ruhe stört.
Sein Totem ist das Totem von Klauen und Fängen.
Jäger[]
Der Jäger wird auch Alrabeg oder Aspekt der List genannt. Er erscheint auf auf Nirn, um zu jagen oder Beute für eine Jagd in sein Reich zu entführen. Der Jäger trägt den Speer des Jägers oder den Speer der bitteren Gnade.
Fuchs[]
Der schnelle Fuchs ist ein cleverer Aspekt des Fürsten. Die Reikmannen nennen ihn Gulibeg. Sein Totem ist ein Knochen, der aus Lorkhans Rippe gemacht sein soll; das Totem der Jagd.
Wolf[]
Der Aspekt der Schnelligkeit wird im Reik Storihbeg genannt und gilt als König der Wölfe. Der daedrische Wolf ist der, der das Geschenk der Formwandlung zu den Sterblichen bringt, um sie daran zu erinnern, dass sie Jäger sind und nicht nur Beute. Auf Nirn jagt er gemeinsam mit seinen Wer-Kreaturen und sucht neue Mitglieder für sein Rudel, die er verwandeln kann.
Sein Totem ist der Wolfsschädel.
Eule[]
Über den Eulenaspekt ist fast nichts bekannt. Nur dass er beim Wyrd verehrt wird. Auf Hochinsel wurde allerdings eine antike Eulenmaske gefunden mit einem eingestickten Gebet an Hircine mit einem seiner Reiknamen, welche auf eine Vermischung von Reikmannen- und Druidentraditionen hindeutet.
Verehrung[]
Bosmer[]
Die Sicht auf Hircine ist unter den Bosmern nicht einheitlich. Einige lehnen ab, besonders aufgrund der Lykanthropie und dem Formwandel-Verbot des grünen Paktes. Eingie hingegen ehren ihn mit Gebeten vor ihrer Jagd und opfern Teile ihrer Beute.
Wyrd[]
Manche Wyrd-Orden verehren Hircine. Einige seine wilderen Aspekte und einige seine harmloseren. Einzigartig ist hierbei, dass nur beim Wyrd der Eulen-Aspekt von Hircine angebet wird, der ansonsten kaum Beachtung findet und im Reik sogar als nicht existent abgelehnt wird.
Je nach Situation begehen die Wyrd-Schwestern auch äußerst blutige Opferzeremonien für Hircine.
Khajiit[]
Es heißt, dass jeder Jäger der Khajiit Hircine zumindest respektiert. Im Norden von Elsweyr wurde ihm ein Tempel errichtet, die Raubtiermesa, wo es zu blutigen Jagden kommt. Oft auf jene, die den Tempel ungefragt betreten.
Reikmannen[]
Die ausgeprägteste Ehrung Hircines findet bei den Reikmannen statt. Nach Lorkhans Tod soll seine Welt in Hircines Verantwortung übergegangen sein und er regiert nun über die Welt des Fleisches. Ihm gegenüber steht Namira, die die Seelen der Reikmannen nach dem Tod in ihr Reich des Geistes aufnimmt.
Der Herr der Jagd ist ihr wichtigster Gott und sie glauben, dass das Reik sein Geschenk an sie war. Er war ihr Lehrer und zeigte ihnen wie man jagt, fischt und in der harschen Welt überleben kann. Er zeigte ihnen wie man stärker wird.
Sie geben ihm Namen wie Jagdkönig, Tiervater, Hautformer und der Fünfzackige Speer.
Nedier[]
Vom Stamm der Keptu ist es überliefert, dass sie Hircine verehrt haben. Er soll ihnen auch bei der Errichtung der Blutquellschmiede geholfen haben. Von den anderen Stämmen weiß man nichts genaues, aber deren Gravuren und Reliefs von Hirschen und Geweihe an den Helmen bei den Perena könnten auf eine Anbetung Hircines hindeuten.
Die Jagdgründe[]
Die Jagdgründe sind die Oblivionebene von Hircine und bestehen aus vielen verschiedenen Landschaften. Diese reichen von dichtem Nadelwald bis hin zu einer grasbewachsener Savanne. Durch eine Schlucht in der Savanne fließt ein Fluss, der flussabwärts als Wasserfall ins Nichts zu fallen scheint. Dieser Wasserfall ist offenbar eine Schwachstelle in der Abgrenzung zu einer anderen Oblivion-Ebene.
Die Ebene wird von Antilopen, Büffeln, Wölfen, Bären, Werwölfen und Werbären bevölkert, die zur Jagd dienen. Die Werbären, die in ihrer menschlichen Form wie Nord aussehen, dienen Hircine als Treiber für seine Jagden.
Hircine selbst nimmt nur nachts an seinen eigenen Jagden teil, aber jagt dann mit einer riesigen Horde von Werbären.
Morrowind[]
In The Elder Scrolls III: Bloodmoon spielt er eine wichtige Rolle. Auf Solstheim geht etwas seltsames vor sich. Einwohner verschwinden und Werwölfe streifen über die Insel. Im Laufe der Geschichte wird klar, dass es Hircines Wirken ist und er eine seiner großen Jagden vorbereitet, bei der verschiedene Jäger gegeneinander antreten. Als letztes wird auch der Nerevarine von Werwölfen entführt und erwacht in einem unterirdischen Daedraschrein auf. Hier kämpften die auserwählten Jäger erst gegen Werwölfe und später gegen einander. Die Teilnehmer sind Falx Carius, der Nerevarine, Tharstan Herzfang und Karstaag. Der Nerevarine überlebt als letztes und darf am Ende gegen einen Aspekt von Hircine selbst antreten.
Oblivion[]
In The Elder Scrolls IV: Oblivion beginnt die Quest, indem man einen Bärenpelz oder ein Wolfsfell an Hircines Schrein opfern soll. Wenn man das getan hat, spricht Hircine und verlangt das Horn eines Einhorns, welches man im Hain Harcane Grove finden kann. Bringt man es zum Schrein, erhält man die Haut des Retters.
Skyrim[]
In The Elder Scrolls V: Skyrim beginnt der Quest von Hircine, indem man mit dem Farmer in Falkenring über die Beerdigung spricht, bei der man ihn zum ersten Mal auf dem Friedhof von Falkenring sieht. Er erzählt dem Drachenblut von einem rätselhaften Landstreicher, der im Gefängnis von Falkenring sitzt. Nach Abschluss der Quest erhält man den Ring von Hircine oder die Haut des Erretters.


