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Worte und Macht ist ein Buch in The Elder Scrolls Online.

FundortBearbeiten

InhaltBearbeiten

Sind die Sprachen in Tamriel zu mehr geeignet, als nur der einfachen Kommunikation zu dienen? Während meiner Studien, insbesondere bei meiner fortwährenden Erforschung der mysteriösen Runensteine, ist mir wiederholt ein sprachliches Thema aufgefallen, das direkt mit Magie verbunden ist. Und diese Häufigkeit kann kein Zufall sein. Ist allein die Handlung, Ideen in Worte zu fassen, bereits eine Anrufung? Ich präsentiere hier Beweise, die möglicherweise diese zugegeben radikale Position unterstützen. Ich hoffe, dass die Sapiarchen des Kristallturms dadurch verleitet werden, diesen weiter nachzugehen, oder sie zu widerlegen.

Beginnen wir mit den Runensteinen des Verzauberns. Jeder ist mit einem Symbol, das aus mehreren Silben besteht, markiert. Für sich alleine genommen ist eine Rune inaktiv. Aber ihr magisches Potenzial wird geweckt, wenn man sie mit anderen zusammen in die richtige Syntax bringt. Die vollständige Form, der komplette Ausdruck, strahlt Magie aus. Dabei muss man diese Sprache nicht einmal vollständig verstehen, um die Macht zu entfesseln, die sie beinhaltet. Es gibt nicht genügend Worte – oder es gibt niemanden, der diese kennt – um die Sprache wirklich zu sprechen, aber allein durch das Studieren der Glyphen und das Kombinieren von Runensteinen ist es bereits möglich, genügend von diesen einfachen Konzepten zu erlernen, um sie zu verwenden. Die Sprache selbst ist zweifelsohne auf grundlegende Weise mit magischen Energien verbunden, auch wenn deren Ursprünge ein Mysterium bleiben.

Und als kleiner Vermerk für zukünftige Lehrlinge des Verzauberns: Lasst Euch nicht entmutigen, wenn Ihr auf eine Rune stoßt, die Ihr nicht entziffern könnt. Ihr habt allein durch das Wiederholen von Worten und Phrasen gelernt und die Extraktion von Runen aus Glyphen wird Euch das Wissen gewähren, um selbst die schwierigeren Runen zu meistern. Seid geduldig und arbeitet mit anderen Studenten, um Glyphen zu erschaffen und sie wieder zu verwerten, um mehr Einblick in ihr Zusammenspiel und ihre wahre Bedeutung zu erhalten.

Die Sprache, insbesondere das geschriebene Wort, ist auch für die Altmer von entscheidender Bedeutung. Sie bewahrt nicht nur unsere Geschichte, sondern sie dokumentiert auch unsere vielversprechende Abstammung und sorgt somit dafür, dass jeder Mer seinen oder ihren Platz in der Hierarchie kennt. Es ist kein Zufall, dass die altmerische Gesellschaft die geordnetste und strukturierteste ganz Tamriels verkörpert – es ist der Wille von Xarxes selbst. Die Gelehrtenpriester des Göttlichen Schreibers – so verschlossen sie auch sein mögen – bewahren angeblich eine uralte Sprache, die außerhalb ihres Ordens schon längst vergessen ist. In Helaamerils „Auf ein Wort mit den Etymon-Bindern“ verweist ein anonymer Schreiber auf Wälzer, die Geschmäcker, Gerüche und tanzende Bilder hervorbringen können, und Texte, die von jedem gelesen werden können, der sie nur anschaut – selbst von Analphabeten. Eine weitere Form der Wortmagie, wenn man Helaameril Glauben schenken kann.

Bedenkt selbst das, was Ihr als alltäglich anseht: die Rede eines großen Generals am Morgen der Schlacht, die seine Truppen zu unglaublichen Taten anspornt, die Lieder der Meisterbarden, die Emotionen hervorbringen, oder die beruhigende Stimme einer Mutter gegenüber ihrem Kind. Sind dies Spuren der Magie in alltäglichen Äußerungen, ob nun in Schrift oder Sprache? Es scheint möglich, dass einige Überbleibsel einer Macht am Werk sind, die der Ära der Dämmerung vorausgeht, auch wenn sie zunehmend verblasst. Es gibt in der Geschichte Tamriels noch weitere, diese These untermauernde Beweise – viel zu viele, um sie hier aufzuzählen – und ich freue mich schon darauf, diese Theorie mit meinen Kollegen zu erörtern.

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